Internationale Konferenz über Agent Orange in Hanoi
Am 28. und 29. März 2006 fand in Hanoi eine internationale Konferenz der Agent Orange/Dioxin-Opfer statt, zu der Günter Giesenfeld als Vertreter der Freundschaftsgesellschaft eingeladen war. Diese Konferenz zeichnete sich dadurch aus, daß Vertreter aus verschiedenen Ländern anwesend waren. Dadurch wurde klar, daß es solche Opfer nicht nur in Vietnam gibt und daß sie sich auch in anderen Ländern organisieren und zu wehren beginnen. Diese Länder sind: die USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Südkorea. Im letzteren Land haben die Opfer sogar vor Gericht schon einen ersten Erfolg zu verzeichnen: Es liegt ein höchstrichterliches Urteil vor, daß die das Gift herstellenden Konzerne tatsächlich Verantwortung für die Folgen dieses chemischen Krieges tragen.
Wir finden das Thema so wichtig, daß wir es von nun an bis auf weiteres in jeder Nummer des Viet Nam Kurier als ein Neben-Schwerpunktthema behandeln wollen. Im neuesten Heft 1 - 2006 drucken wir zum Beispiel das Referat des Rechtsvertreters der Opfer zum Stand des Verfahrens der vietnamesischen Kläger. Weitere Berichte und Dokumente werden in den nächsten Ausgaben folgen.
Am Ende der Konferenz in Hanoi wurde einstimmig ein Aufruf verabschiedet, der möglichst weltweit verbreitet werden soll. Sie können den Wortlaut dieses Aufrufs in deutscher Übersetzung von Günter Giesenfeld (der auch an seiner Formulierung beteilgt war) sowohl im erwähnten Heft des Viet Nam Kuriers lesen, als auch hier online. Zur Verwendung für Ihre politische Aufklärungsarbeit gibt es auch eine WORD-Fassung für die evtl. Verwendung als Flugblatt.