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Die drei hier mit jeweils einigen Werken vorgestellten Schriftsteller könnten nicht unterschiedlicher sein, aber gerade deshalb repräsentieren sie die Bandbreite der Gegenwartsliteratur, für die die Gattung der Kurzgeschichte das bevorzugte Ausdrucksmedium ist. Der Band enthält zunächst die berühmte Geschichte vom "pensionierten General", die 1989 Furore machte und aus heutiger Sicht den Startschuß gab für eine neue, junge, unangepaßte und experimentell orientierte Literatur, deren wichtigster Repräsentant Nguyen Huy Thiep bis heute ist. Demgegenüber ist Pham Tien Duat schon fast ein "Klassiker" der etablierten Literatur, der sich allerdings auch neueren Erscheinungen des Lebens schriftstellerisch widmet. Y Ban ist eine jener vielen Frauen in Vietnam, die sich mit einer eigen-artigen, selbstbewußten und kritischen Haltung literarisch äußern. Viele von ihnen, so auch Y Ban, haben eigentlich einen anderen Beruf (in diesem Fall Ärztin) erlernt und sind erst spät zum Schreiben gekommen, entdeckt durch einen der unzähligen Literatur-Wettbewerbe, die es in Vietnam jedes Jahr gibt. Sie schreibt nüchtern, realistisch, fast reportagehaft und vermittelt Einblicke auch in die Schattenseiten des gegenwärtigen Vietnam. |
Inhalt
| Vorwort | Günter Giesenfeld |
| Erinnerungen an truong Son | Pham Tien Duat |
| Gedichte | Pham Tien Duat |
| Die Stimmen der Bomben und die Stimmen der Pagoden | Pham Tien Duat |
| Die lichte Welt meiner Erinnerungen | Y Ban |
| Brief an die Mutter Au Co | Y Ban |
| Der pensionierte General | Nguyen Huy Thiep |
| Es gibt keinen König | Nguyen Huy Thiep |